trust &  Concerns

Eine häufig nicht ausgesprochene Frage ist, ob man von Software-Lizenzgebern erwarten kann, dass sie einem Escrow Agent vertrauen, der vom Lizenznehmer empfohlen wurde und umgekehrt.

FGE fungiert als neutrale Partei - ohne Ausrichtung auf eine der beiden Parteien.
Wir arbeiten unter den vereinbarten Bedingungen, die vorab von den Parteien im Escrow Vertrag ratifiziert wurden. Unser Geschäft und unsere Reputation wäre ohne Erfolg, wenn wir in diesem Bereich scheitern würden. Dies ist einer der Gründe, warum es nicht empfohlen wird, dass Rechtsanwälte als Treuhänder handeln - wegen des offensichtlichen Interessenkonflikts. Ein weiterer Grund ist, dass Anwälte oder Notare das Material nicht verifizieren können und so ungeprüftes Material speichern würden, vielleicht unbrauchbares Material.  Notaren ist es nach § 14 Abs.3 i. V. m. III Nr. 1 und 2 Richtlinien Bundesnotarordnung nicht gestattet, etwas zu verwahren, das sie nicht genau kennen und dessen Inhalt sie nicht überprüfen können. Der Notar darf nicht dulden, daß sein Amt zur Vortäuschung von Sicherheiten benutzt wird.
Die Verwahrung von Datenträgern (CD, DVD), deren Inhalt der Notar nicht geprüft hat, ist daher dem Notar nicht gestattet.

Einige Lizenzgeber könnten zögern, einen Escrow Vertrag abschliessen zu wollen, da sie befürchten, dass die Verhandlungen darüber nur den Verkaufsprozess verlängern und erschweren, der in den meisten Fällen nicht gerade kurz ausfällt.
Doch die Lizenzgeber, die einen Escrow Vertrag für ihre Kunden up-front anbieten, helfen damit tatsächlich ihrer eigenen Sache ! Durch das Anbieten einer Hinterlegung des Source Codes als Mehrwert-Service für ihre Lizenznehmer können Lizenzgeber schnell die Bedenken der Lizenznehmer um den Erhalt der Pflege und des technischen Supports entkräften.

Nächste Frage ist, was passiert, wenn der Escrow Vertrag in seiner Ausführung umstritten ist oder in Diskussion steht, z.B. ein hypothetischer Rechtsstreit im Raum steht, und der Lizenznehmer vom Zugriff auf den Quellcode blockiert wird, weil der Lizenzgeber der Freigabe auf Anfrage des Lizenznehmers widerspricht. Aufgrund seiner Neutralität erlaubt FGE dem Lizenzgeber, eine Release Anfrage vom Lizenznehmer abzulehnen. Aber dies bedeutet nicht, den Lizenznehmer in ein langwierigen Gerichtsverfahren zu zwingen, bevor er Zugriff auf den Code erhält. Eine günstige, schnelle und entscheidende Alternative zu den Gerichten ist daher das Schiedsverfahren. Sobald FGE gegenteilige Anweisungen des Lizenzgebers erhält, das hinterlegte Material nicht freizugeben, wird den Parteien mitgeteilt, dass der Streit durch Schiedsspruch gelöst werden sollte.

Ein weitere Sorge ist, dass der ausgehändigte Quellcode aus dem Treuhandkonto unbrauchbar ist und mehr als wahrscheinlich für den Lizenznehmer nutzlos sei, da die Version der Software, die tatsächlich im Einsatz ist, nicht mit der in dem Treuhandkonto hinterlegten Version identisch ist. Zunächst muss daher das Depot ständig aktualisiert werden, wenn z.B. ein Milestone oder Update vom Lizenzgeber herausgegeben wird. FGE achtet hierauf (Follow Up) und hat dies auch in seiner Preisstruktur berücksichtigt, in der ein Update pro Jahr in der Jahresgebühr enthalten ist.

 

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